Von #blackgirlmagic bis #Lochtegate: Die olympischen Spiele aus US-Sicht

Neben Korruptionsskandalen im IOC, der sozialen, Umwelt- und Sicherheitslage in Rio de Janeiro und der Debatte über russische Dopingprogramme, gab es aus US-amerikanischer Sicht etliche weitere olympische Geschichten, welche die Nation in den letzten zwei Wochen beschäftigten.  Von #BlackGirlMagic bis zu #LochteGate, die diesjährigen olympischen Spiele gingen um weit mehr als sportliche Wettkämpfe.

Drei Geschichten fanden wir besonders denkwürdig:

Simone Manuel durchbricht historische Barrieren

Als die Schwimmerin Simone Manuel in Rio Gold über 100 Meter Freistil gewann, war sie die erste Afro-Amerikanerin überhaupt, der es gelungen war, eine Einzelmedaille bei Olympischen Spielen zu erlangen. Angesichts der langjährigen US-amerikanischen Dominanz der Schwimmwettbewerbe, ist das erstaunlich und führte hierzulande zu einer Rückbetrachtung des historischen Rassismus im US-Schwimmsport. In diesem Artikel des Washington Post Kolumnisten Kevon B. Blackistone erläutert er, warum dieser Erfolg so bemerkenswert ist vor dem Hintergrund der US-Geschichte von Segregation und Diskriminierung gegen Schwarze in öffentlichen Schwimmbädern.

 

Das US-Frauen-Turnteam: Ein Musterbeispiel der Stärke der amerikanischen gesellschaftlichen Diversität und der sich verändernden Genderdynamik im Turnsport

Simone Biles ist ohne Frage die beste Turnerin der Welt, nicht erst seit dem Gewinn ihrer Goldmedaillen bei diesen Spielen. Zugleich ist das gesamte Frauen-Turnteam der USA das diverseste und vermutlich beste aller Zeiten. In den USA wurde vor diesem Hintergrund viel über die sich verändernden Rollen- und Frauenbilder im Turnen diskutiert, und darüber, warum die Stärke der “Final Five” so revolutionär war, unter anderem in diesem Artikel.

 

#LochteGate, weiße Privilegien und der “Ugly American” in Rio

Für viele in den USA waren diese olympischen Spiele, zumal sie aus US-Sicht so erfolgreich waren, ein Anlass, die amerikanischen Athletinnen und Athleten zu feiern. Aber in diesem Jahr wurde die Feier von einem ziemlichen Katzenjammer in Form von Ryan Lochte und seiner Räuberpistole überschattet. In diesem Artikel der Kolumnistin Sally Jenkings beschreibt sie #LochteGate treffend als das stereotype Beispiel schlechthin für die Arroganz weißer privilegierter Männer und amerikanische Überheblichkeit im Ausland.

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