Dollarnoten. Foto: 401kcalculator.org. Lizenz: CC BY-SA 2.0. Quelle: flickr.com

Die Clintons und das liebe Geld

Donald Trump benutzt für seine politischen Widersacher grundsätzlich herabsetzende Adjektive. Bei Hillary Clinton ist das „Crooked Hillary“, zu deutsch „betrügerische Hillary“. Es ist an Ironie kaum zu überbieten, dass ausgerechnet ein Mann, dem jahrzehntelange betrügerische Geschäftspraktiken vorgeworfen werden, dies seiner politischen Gegnerin anheftet. Denn im Gegensatz zu Donald Trump, können Hillary Clinton weder betrügerische Machenschaften noch Korruption nachgewiesen werden. Und auch ihre nicht enden wollende Email-Affäre hat nach eingehenden Untersuchungen des FBI nichts Justiziables hervorgebracht.

Also alles in Butter? Nicht ganz. Denn was hängen bleibt als Essenz der fast täglich neu ans Licht kommenden Details aus dem Geschäftsleben des Ehepaars Clinton, sind Fragen nach deren persönlicher und politischer Urteilsfähigkeit. Und diese Fragen wiederum gehen über die Clintons hinaus und betreffen die breitere politische Klasse in Washington und das System der „Revolving Doors“, des Wechsels und Wechselspiels von öffentlichen Ämtern, gemeinnütziger Tätigkeit und geschäftlichen Interessen.

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Zurück auf Los. Trumps kurzer Flirt mit einer liberaleren Einwanderungspolitik

Die letzte Woche wurde in Washington dominiert von der Debatte um die Ausrichtung der Einwanderungspolitik von Donald Trump. Es gab über Tage hinweg Signale, dass Trump auf diesem zentralen Politikfeld seiner Kampagne einen neuen Ton anschlagen wolle bis hin zu einer möglichen Kehrtwende in der Frage der Abschiebung von Millionen illegalen Einwanderern.

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BILD: Rich Renomeron QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: (CC BY-NC-ND 2.0)

Erdoğan vs. YPG – Die USA zwischen den Stühlen

Am 24. August startete die türkische Regierung die Operation „Euphrates Shield“ in Syrien, mit dem Ziel den IS zu verdrängen und die Kontrolle kurdischer Gruppen in Nordsyrien einzuschränken. Unterstützt wurden die türkischen Truppen dabei vom US- Militär. Zeitgleich reiste US-Vizepräsident Joe Biden nach Ankara und rief die syrisch- kurdische PYD und ihren bewaffneten Arm YPG auf, sich östlich des Euphrats zurück zu ziehen. Kann Bidens Vorstoß als Rückenstärkung für Erdoğan gewertet werden? 

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Von #blackgirlmagic bis #Lochtegate: Die olympischen Spiele aus US-Sicht

Neben Korruptionsskandalen im IOC, der sozialen, Umwelt- und Sicherheitslage in Rio de Janeiro und der Debatte über russische Dopingprogramme, gab es aus US-amerikanischer Sicht etliche weitere olympische Geschichten, welche die Nation in den letzten zwei Wochen beschäftigten.  Von #BlackGirlMagic bis zu #LochteGate, die diesjährigen olympischen Spiele gingen um weit mehr als sportliche Wettkämpfe.

Drei Geschichten fanden wir besonders denkwürdig:

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BILD: Josué Goge, QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: (CC BY 2.0)
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Kein Schwindel: Beim Klimawandel geht es am 8. November um die globale Zukunft

Klimawandel und das Verständnis für Klimawissenschaft waren im US Präsidentschaftswahlkampf 2012 so gut wie kein Thema.  Vier Jahr zuvor in 2008 waren sich die Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain einig, den Klimaschutz international und zuhause voranzutreiben zu wollen. Anders in diesem Wahlkampf:  Für Donald Trump ist Klimawandel „ein grosser Schwindel“ und ein „von und für Chinesen gemachtes Konzept, um die US Industrie wettbewerbsunfähiger zu machen“. Hillary Clinton dagegen sieht Klimawandel als „drängende Gefahr,“ der die USA aggressiv mit einer Entwicklung zur „Supermacht in sauberer Energie im 21. Jahrhundert“ begegnen müssen. Die US-Wahl am 8. November hat somit globale Folgen für den Klimawandel – und im schlimmsten Fall langfristige, generationen-umspannende negative  Auswirkungen…

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BILD: Gage Skidmore, QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: (CC BY-SA 2.0)

Kandidatin Jill Stein der Grünen Partei: Plan B für enttäuschte Bernie-Unterstützer?

In seiner Rede letzte Woche bei der DNC in Philadelphia sprach Bernie Sanders seiner Rivalin Hillary Clinton seine Unterstützung aus und pries die in seinen Worten „progressivste Plattform in der Geschichte der Demokratischen Partei“. Doch viele seiner Anhänger/innen sind noch nicht bereit, von seiner politischen Revolution abzulassen – besonders im Lichte jüngster E-Mail-Enthüllungen. Könnte Bernie Sanders „politische Revolution“ dem Wahlkampf von Drittparteien neuen Schwung verleihen?

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BILD: unaoc,  QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: (CC BY-NC-ND 2.0)

Gülen in den USA – Belastungstest für die US-türkischen Beziehungen?

Die Parteitage der Republikaner und Demokraten haben in den vergangenen Wochen die öffentliche Debatte in den USA dominiert. In den außenpolitischen Zirkeln jedoch, war der fehlgeschlagene Putschversuch in der Türkei bestimmendes Thema. Vor allem die Tatsache, dass sich Fetullah Gülen, welcher vom türkischen Präsidenten Erdoğan als Drahtzieher des Coups benannt wurde, seit vielen Jahren in den USA aufhält, lieferte Anlass für verstärkte Unstimmigkeiten in den ohnehin angespannten US-türkischen Beziehungen.

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BILD: Tim Evanson, "Arlington National Cemetery" QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: CC BY-SA 2.0

Donald Trump, Sie haben Nichts und Niemanden geopfert

Letzte Woche berichteten die amerikanischen Medien brav vom Demokratischen Parteitag, von den Reden der Obamas und der Clintons, von Sanders, Biden, Warren, und den anderen „Big Names“ der Partei. Doch seit Donnerstag ist nicht Clintons historische Nominierung als erste weibliche Präsidentschafts-Kandidatin einer großen Partei, sondern die 6-Minuten-lange Rede eines bisher unbekannten Einwanderungsanwalts (Immigration Lawyer) das Thema, das die Nachrichten, den Wahlkampf und die Sozialen Medien dominiert: Khizr Khan, Rechtsanwalt, Amerikanischer Staatsbürger, Einwanderer pakistanischer Herkunft, Muslim und Vater eines jungen Soldaten namens Humayun Khan, der  2004 im Irak getötet wurde.

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Bild: Ted Eytan. Quelle: flickr.com. Lizenz: CC BY-SA 2.0

A House Divided – ein erster Eindruck nach den Parteitagen

In einer berühmten Wahlkampfrede von 1858, zu einer Zeit, in welcher die USA aufgrund der Auseinandersetzung um die Sklaverei extrem gespalten waren, mahnte Abraham Lincoln die Einigkeit des Landes an. Mit Verweis auf die Bibel sagte er: „A house divided against itself cannot stand.“ Auf den Parteitagen der Republikaner und Demokraten in den letzten zwei Wochen ist deutlich geworden, wie gespalten dieses Land heute erneut ist, gespaltener wohl als in den letzten 50 Jahren. Und eine politisch einigende Figur scheint in weiter Ferne.

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