BILD: Matt Brown, QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: (CC BY 2.0)

Kein Schwindel: Beim Klimawandel geht es am 8. November um die globale Zukunft

Klimawandel und das Verständnis für Klimawissenschaft waren im US Präsidentschaftswahlkampf 2012 so gut wie kein Thema.  Vier Jahr zuvor in 2008 waren sich die Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain einig, den Klimaschutz international und zuhause voranzutreiben zu wollen. Anders in diesem Wahlkampf:  Für Donald Trump ist Klimawandel „ein grosser Schwindel“ und ein „von und für Chinesen gemachtes Konzept, um die US Industrie wettbewerbsunfähiger zu machen“. Hillary Clinton dagegen sieht Klimawandel als „drängende Gefahr,“ der die USA aggressiv mit einer Entwicklung zur „Supermacht in sauberer Energie im 21. Jahrhundert“ begegnen müssen. Die US-Wahl am 8. November hat somit globale Folgen für den Klimawandel – und im schlimmsten Fall langfristige, generationen-umspannende negative  Auswirkungen…

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BILD: Gage Skidmore, QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: (CC BY-SA 2.0)

Kandidatin Jill Stein der Grünen Partei: Plan B für enttäuschte Bernie-Unterstützer?

In seiner Rede letzte Woche bei der DNC in Philadelphia sprach Bernie Sanders seiner Rivalin Hillary Clinton seine Unterstützung aus und pries die in seinen Worten „progressivste Plattform in der Geschichte der Demokratischen Partei“. Doch viele seiner Anhänger/innen sind noch nicht bereit, von seiner politischen Revolution abzulassen – besonders im Lichte jüngster E-Mail-Enthüllungen. Könnte Bernie Sanders „politische Revolution“ dem Wahlkampf von Drittparteien neuen Schwung verleihen?

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BILD: unaoc,  QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: (CC BY-NC-ND 2.0)

Gülen in den USA – Belastungstest für die US-türkischen Beziehungen?

Die Parteitage der Republikaner und Demokraten haben in den vergangenen Wochen die öffentliche Debatte in den USA dominiert. In den außenpolitischen Zirkeln jedoch, war der fehlgeschlagene Putschversuch in der Türkei bestimmendes Thema. Vor allem die Tatsache, dass sich Fetullah Gülen, welcher vom türkischen Präsidenten Erdoğan als Drahtzieher des Coups benannt wurde, seit vielen Jahren in den USA aufhält, lieferte Anlass für verstärkte Unstimmigkeiten in den ohnehin angespannten US-türkischen Beziehungen.

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BILD: Tim Evanson, "Arlington National Cemetery" QUELLE: FLICKR.COM. LIZENZ: CC BY-SA 2.0

Donald Trump, Sie haben Nichts und Niemanden geopfert

Letzte Woche berichteten die amerikanischen Medien brav vom Demokratischen Parteitag, von den Reden der Obamas und der Clintons, von Sanders, Biden, Warren, und den anderen „Big Names“ der Partei. Doch seit Donnerstag ist nicht Clintons historische Nominierung als erste weibliche Präsidentschafts-Kandidatin einer großen Partei, sondern die 6-Minuten-lange Rede eines bisher unbekannten Einwanderungsanwalts (Immigration Lawyer) das Thema, das die Nachrichten, den Wahlkampf und die Sozialen Medien dominiert: Khizr Khan, Rechtsanwalt, Amerikanischer Staatsbürger, Einwanderer pakistanischer Herkunft, Muslim und Vater eines jungen Soldaten namens Humayun Khan, der  2004 im Irak getötet wurde.

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Bild: Ted Eytan. Quelle: flickr.com. Lizenz: CC BY-SA 2.0

A House Divided – ein erster Eindruck nach den Parteitagen

In einer berühmten Wahlkampfrede von 1858, zu einer Zeit, in welcher die USA aufgrund der Auseinandersetzung um die Sklaverei extrem gespalten waren, mahnte Abraham Lincoln die Einigkeit des Landes an. Mit Verweis auf die Bibel sagte er: „A house divided against itself cannot stand.“ Auf den Parteitagen der Republikaner und Demokraten in den letzten zwei Wochen ist deutlich geworden, wie gespalten dieses Land heute erneut ist, gespaltener wohl als in den letzten 50 Jahren. Und eine politisch einigende Figur scheint in weiter Ferne.

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"Demonstration für das freie Wahlrecht" Fotograf: Michael Fleshman, Flickr.com, 11. Dezember 2011

Amerikanern wird das Wahlrecht gestohlen

Am Mittwoch kippte ein US-Bundesgericht wieder einmal eine Wahlregelung in Texas, die verlangte, dass Bürger/innen sich beim Wählen ausweisen. Eine solche Regelung erscheint in Europa selbstverständlich, doch in den USA gibt es keinen bundesweiten Personalausweis und nur 40% der US-Bevölkerung besitzt einen Reisepass. Restriktive Wahlregelungen haben deswegen, so erklärte es auch das Gericht, die direkte Konsequenz insbesondere Schwarze und Latino Bürger/innen vom Wählen abzuhalten. Es ist jetzt schon das vierte Mal, dass Texas für diese Art von Regelungen eine juristische Mahnung erhält. Dabei ist der konservativ regierte Staat nur einer von vielen Bundesstaaten, der diese Strategie in den letzten Jahren verfolgt hatte. Im April veröffentlichte die Leitredaktion der New York Times eine Stellungnahme zum Thema „Republicans and Voter Suppression“:

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(CC Public Domain)

Der Mythos von der amerikanischen Einheit

Amerika, so hören wir, ist gespalten wie nie zuvor. Fast 60 Prozent der Amerikaner mögen unsere Präsidentschaftskandidaten nicht oder hassen sie sogar, und die Daten belegen das weit verbreitete Gefühl, dass sich das politische Amerika immer weiter polarisiert hat. Es lohnt sich dennoch zu fragen, ob es die von uns so nostalgisch zurück gesehnte Einheit überhaupt je gegeben hat. Waren wir denn je vereint, oder genossen wir einfach den oberflächlichen Konsens einer weitgehend weißen Mehrheit – den wir nun schmerzlich und voller Anspannung debattieren und neu definieren?

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PHOTO: Gage Skidmore. LIZENZ: (CC BY-SA 2.0) QUELLE: FLICKR.COM
PHOTO: Alisdare Hickson. LIZENZ: (CC BY-SA 2.0) QUELLE: FLICKR.COM

Ägypten – da war doch was…

Am 3. Juli jährte sich zum dritten Mal der Putsch, durch den das Militär Ägyptens ersten demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mursi entmachtete. Das Regime unter Neu-Präsident Al-Sisi geht seitdem rigoros gegen Oppositionelle vor, wie auch der jüngste Amnesty International Bericht von dieser Woche dokumentiert. Die USA scheinen bis jetzt jedoch vornehmlich an der Stabilität des Landes interessiert.

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